Unterbrecherzündung: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Unterbrecherplatte01.jpg|200px|thumb|left|Blick auf die Unterbrecherplatte im Unterbrechergehäuse des Wartburg 311]][[Datei:Erste Ausführung Unterbrecher 311.jpg|200px|thumb|left|Erste Ausführung der Wartburg-Unterbrecher in Polyamid, noch ohne Exenterverstellung.]][[Datei:Unterbrecher-Novotex.jpg|200px|thumb|right|In den 1970-er Jahren verbesserte Unterbrecherhebel aus Polyamid für den Wartburg]][[Datei:Unterbrecher-Polyamid.jpg|200px|thumb|right|Unterbrecherhebel aus Hartgewebe (Novotex)]]Die Zündspannung wird in einer Zündspule erzeugt. Der Strom für die Zündspule kommt beim Startvorgang aus der Batterie und während des Motorlaufs von der Lichtmaschine. Dazu fließt ein Strom durch die Primärwicklung der Zündspule, der durch einen mechanischen Unterbrecherkontakt unterbrochen wird. Durch die sehr schnelle Stromänderung ändert sich das Magnetfeld der Spule und es wird ein Spannungsimpuls induziert, der durch die Sekundärwicklung zu einer Hochspannung transformiert wird.  
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[[Datei:Unterbrecherplatte01.jpg|200px|thumb|left|Blick auf die Unterbrecherplatte im Unterbrechergehäuse des Wartburg 311]][[Datei:Erste Ausführung Unterbrecher 311.jpg|200px|thumb|left|Erste Ausführung der Wartburg-Unterbrecher in Polyamid, noch ohne Exenterverstellung.]][[Datei:Unterbrecher-Novotex.jpg|200px|thumb|right|In den 1970-er Jahren verbesserte Unterbrecherhebel aus verstärktem Polyamid für den Wartburg. Kennzeichnend im Gegensatz zum einfachen Polyamidunterbrecher sind die gelbliche Farbe, raue Oberfläche und der Stempel "V" (verstärkt).]][[Datei:Unterbrecher-Polyamid.jpg|200px|thumb|right|Unterbrecherhebel aus Hartgewebe (Novotex)]]Die Zündspannung wird in einer Zündspule erzeugt. Der Strom für die Zündspule kommt beim Startvorgang aus der Batterie und während des Motorlaufs von der Lichtmaschine. Dazu fließt ein Strom durch die Primärwicklung der Zündspule, der durch einen mechanischen Unterbrecherkontakt unterbrochen wird. Durch die sehr schnelle Stromänderung ändert sich das Magnetfeld der Spule und es wird ein Spannungsimpuls induziert, der durch die Sekundärwicklung zu einer Hochspannung transformiert wird.  
  
 
Der Wartburgmotor verfügt über eine Dreihebelzündanlage welche im sogenannten [[Zündgehäuse]] sitzt. Diese Anlage wurde bis Mitte 1963 <ref name="Ich fahre einen Wartburg">''Die Elektrik.'' In: ''Ich fahre einen Warburg.'' 1965, S. 45. </ref> mit Polyamidunterbrechern verbaut, welche dann jedoch durch die qualitativ besseren Hartgewebeunterbrecherhebel (Novotex) ersetzt wurden. Grund war der leistungsgesteigerte 1000 cm3 – Motor, bei dem sich der Unterbrechernocken stärker erwärmte, was zu erhöhtem Verschleiß der Polyamidunterbrecher führte. Außerdem besaßen die Polyamidunterbrecher keinerlei Notlaufeigenschaften, so dass bereits nach kurzzeitigem Aussetzen der Schmierung die Anlaufnasen weich wurden und sich abnutzten. Als Folge davon hoben die Unterbrecher nicht mehr ab und der Zündfunke blieb aus. Beim Trabant gab es diese Wärmeprobleme nicht, weshalb hier die einfachen Polyamidunterbrecher durchweg bis zur Umstellung auf elektronische Zündung eingesetzt wurden.   
 
Der Wartburgmotor verfügt über eine Dreihebelzündanlage welche im sogenannten [[Zündgehäuse]] sitzt. Diese Anlage wurde bis Mitte 1963 <ref name="Ich fahre einen Wartburg">''Die Elektrik.'' In: ''Ich fahre einen Warburg.'' 1965, S. 45. </ref> mit Polyamidunterbrechern verbaut, welche dann jedoch durch die qualitativ besseren Hartgewebeunterbrecherhebel (Novotex) ersetzt wurden. Grund war der leistungsgesteigerte 1000 cm3 – Motor, bei dem sich der Unterbrechernocken stärker erwärmte, was zu erhöhtem Verschleiß der Polyamidunterbrecher führte. Außerdem besaßen die Polyamidunterbrecher keinerlei Notlaufeigenschaften, so dass bereits nach kurzzeitigem Aussetzen der Schmierung die Anlaufnasen weich wurden und sich abnutzten. Als Folge davon hoben die Unterbrecher nicht mehr ab und der Zündfunke blieb aus. Beim Trabant gab es diese Wärmeprobleme nicht, weshalb hier die einfachen Polyamidunterbrecher durchweg bis zur Umstellung auf elektronische Zündung eingesetzt wurden.   

Version vom 11. Januar 2020, 13:15 Uhr

Blick auf die Unterbrecherplatte im Unterbrechergehäuse des Wartburg 311
Erste Ausführung der Wartburg-Unterbrecher in Polyamid, noch ohne Exenterverstellung.
In den 1970-er Jahren verbesserte Unterbrecherhebel aus verstärktem Polyamid für den Wartburg. Kennzeichnend im Gegensatz zum einfachen Polyamidunterbrecher sind die gelbliche Farbe, raue Oberfläche und der Stempel "V" (verstärkt).
Unterbrecherhebel aus Hartgewebe (Novotex)
Die Zündspannung wird in einer Zündspule erzeugt. Der Strom für die Zündspule kommt beim Startvorgang aus der Batterie und während des Motorlaufs von der Lichtmaschine. Dazu fließt ein Strom durch die Primärwicklung der Zündspule, der durch einen mechanischen Unterbrecherkontakt unterbrochen wird. Durch die sehr schnelle Stromänderung ändert sich das Magnetfeld der Spule und es wird ein Spannungsimpuls induziert, der durch die Sekundärwicklung zu einer Hochspannung transformiert wird.

Der Wartburgmotor verfügt über eine Dreihebelzündanlage welche im sogenannten Zündgehäuse sitzt. Diese Anlage wurde bis Mitte 1963 [1] mit Polyamidunterbrechern verbaut, welche dann jedoch durch die qualitativ besseren Hartgewebeunterbrecherhebel (Novotex) ersetzt wurden. Grund war der leistungsgesteigerte 1000 cm3 – Motor, bei dem sich der Unterbrechernocken stärker erwärmte, was zu erhöhtem Verschleiß der Polyamidunterbrecher führte. Außerdem besaßen die Polyamidunterbrecher keinerlei Notlaufeigenschaften, so dass bereits nach kurzzeitigem Aussetzen der Schmierung die Anlaufnasen weich wurden und sich abnutzten. Als Folge davon hoben die Unterbrecher nicht mehr ab und der Zündfunke blieb aus. Beim Trabant gab es diese Wärmeprobleme nicht, weshalb hier die einfachen Polyamidunterbrecher durchweg bis zur Umstellung auf elektronische Zündung eingesetzt wurden.

Ein größerer Schmierfilz führt zwar zu einer besseren Unterbrecherschmierung und erhöht somit die Lebensdauer und die Abstände der Nachstellintervalle der Unterbrecherhebel, führte aber zu keiner endgültigen Lösung.
Unterbrechergrundplatte für Wartburg mit Polyamid-Unterbrecherhebeln (erste Ausführung ohne Exenterverstellung und mit altem Schmierfilz)
Letzte Ausführung der Unterbrechergrundplatte für Wartburg mit Hartgewebeunterbrechern, vergrößertem Schmierfilz, eingepreßten Kondensatoren und Exenterverstellung
Ausführungen der Polyamidunterbrecher. Der mittlere Unterbrecher besteht aus gehärtetem Polyamid, erkennbar an dem andersfarbigem Hebel.

Einzelnachweise

  1. Die Elektrik. In: Ich fahre einen Warburg. 1965, S. 45.

Weblinks