Portal:W1.3

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Portal-Seite Wartburg 1.3

Der Wartburg 1.3 (später auch als Sonderwunsch-Version 1.3S verkauft) stellt eine Weiterentwicklung des Wartburg 353W dar. Diese Weiterentwicklung bezieht sich vor allem auf den Motor sowie das Getriebe. An der Karosserie veränderte sich nur wenig.

Hauptunterschied zum 353W ist der neue 1.3L Motor in Verbindung mit der Überarbeitung des Getriebes, veränderter Karosserie zu nennen. Diese Entwicklungsmaßnahme brachte den Warburg technisch auf den aktuellen Stand, die Einführung des 1.3L 4-Takt Motors stellt hier den größten Entwicklungssprung dar. Weiterhin erhielt der 1.3 eine Drehstromlichtmaschine, die einen ständig guten Ladezustand des Akkus durch ihre große Ausgangsleistung von 588W ermöglichte

Bei der Karosserie wurde wie beim 353W ebenfalls auf eine hohe Reparaturfreundlichkeit geachtet.

Prototypen Wartburg 4-Takt

Es gab in Eisenach seit den 1960er Jahren immer wieder Bestrebungen einen zeitgemässen 4-Takt Motor einzuführen. Hier sein die Prototypen Wartburg 355, Wartburg 360, RGW 610 M1 und RGW 610 M2 und Wartburg Motor 400 erwähnt. Alle Versuche wurden teilweise bis zur Serienreife gebracht, jedoch dann vom ZK von oben herab zum Abbruch veranlasst. Was Abbruch bedeutet wird besonders am Prototypen Wartburg 360 deutlich, das Fahrzeug war zur Serienreife geführt musste dann jedoch verschrottet werden. Anders als die Prototypen Wartburg 355 und RGW 610 gibt es dieses Fahrzeug heute nicht mehr.

Erster Wartburg 1300 - 1974-1977

Einer Vorgabe ab dem Planjahr 1974 bereits einen Wartburg mit 4-Takt Motor zu liefern, man teste ob es nicht möglich ist den Motor des Dacia 1300 in den Wartburg 353 zubauen.Die Tests waren so erfolgreich das man sich an die Vertragsverhandlung mit Dacia begab, leider stellte sich Dacia als Verhandlungspartpartner als sehr zäh herraus. So wandte man sich nach den erfolglosen Verhandlungen mit Dacia, direkt an den Lizenzgeber Renault. Man kam mit Renault überein den Motor des Renault 12 welcher die Lizenz vorgabe zum Motor des Dacia 1300 war zu nutzen. Dieses 1.3L große und 58PS starke Aggregat hätte in den Vorderwagen des Wartburg 353W platz gefunden. Der Kühler wäre wie beim 353W wegen der beengten Platzverhältnisse ebenfalls ein Mittelkühler sein müssen. Es wurde ein Prototyp hergestellt, Prospekte für die Vorstellung gedruckt und ein Präsentationstermin auf der Leipziger Herbstmesse 1977 ins Auge gefasst. Kurz vor dem Termin wurde aber vom ZK der Beschluss gefasst alle Entwicklungen am Wartburg 1300 abzubrechen, dies bedeutete alle Dokumente sowie das Fahrzeug zu vernichten. Die Begründung die zum Abbruch führten war: Man wolle sich nicht in eine Abhängigkeit mit einem Zulieferer aus dem NSW (Renault war hier wohl gemeint) begeben.

Alpha-Deal 1984

Aufgrund des sogenannten Alpha-Deals mit der Volkswagen AG 1984, gab es aus Berlin die Weisung den VW Motor auch in den in der DDR Produzierten Fahrzeugen zu nutzen. Die neuen Motoren mit den Kennbuchstaben BM 880, BM860 und BM820 sollten im Barkas (BM880 1.3L), Trabant (BM820 1.1L) sowie Wartburg (BM860 1.3L) eingebaut werden. Anders als bei Barkas wurde der Motor bei Trabant und Wartburg quer, bei selbst Barkas längs zur Fahrtrichtung montiert.

Prototyp Wartburg 1.3 Tourist - 1986

Der Auftrag den Motor von VW in den Wartburg zu bringen erging wohl schon 1984, später überstellte VW den als Verschlusssache deklarierten VW-Wartburg an das AWE nach Eisenach. Als das Fahrzeug ankam war der VW Motor an das 353W Getriebe angeschlossen. Der Prototyp hatte nur den meschanischen Anschluss des Motors an das Getriebe, der Rest wurde in Eisenach entwickelt. Der Längseinbau machte die Verlängerung des ganzen Vorderwagens um 10cm erforderlich, liebevoll wird dieser Prototyp Riesenschautzer genannt. Es gab nach dem der Prototyp fertig war hitzige Diskussionen im Werk und im IFA-PKW Kombinat ob man das so bauen sollte. Das ZK entschied sich nach der Vorstelltung des Wissenschaftlich Technischen Zentrums des Prototypen mit quer Einbau, doch zum dem quer Einbau statt längs Einbau des Motors. Die Pressformen für das Frontmittelteil, die Kotflügel und auch der Motorhaube waren längst in Auftrag gegeben worden und mussten vom Zulieferer abgenommen werden. Auch die Kosten sind von den geplanten 4 bis 5 Mrd. Mark auf 11 Mrd. Mark der DDR stark gestiegen. Jeder Betrieb meldete Bedarf an zur Fertigung des Motors nach VW-Qualitätsvorgaben, welche sich als hohe Herrausforderung darstellten.

VW-Wartburg Riesenschautzer
VW-Wartburg Riesenschautzer


Wartburg 1.3 Trans


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